Stadtplanung mit Herz

Wir stehen in München in den nächsten Jahren (bis 2030) einem Bevölkerungswachstum gegenüber, welches in seiner Dimension der Eingemeindung in der Größenordnung von Freiburg, Kiel oder gar Karlsruhe entspricht. München ist die wachstumsstärkste Metropolregion in Deutschland. Im Jahr 2030 werden in dieser Metropolregion voraussichtlich 4,36 Mio. Menschen leben.

Dieser enorme Einwohnerzuwachs wird ein beachtliches städtebauliches Wachstum mit sich bringen und auch unweigerlich eine weitere Verdichtung der Stadt bedeuten. Denn: Je weiter die Schere zwischen der Nachfrage auf dem Wohnungsmarkt einerseits und der Deckung des Bedarfs an neuen Wohnungen andererseits aufgeht, desto stärker heizt dies die Mietpreise an. Deshalb wir müssen uns beim Wohnungsbau weiterhin anstrengen.

Aber: Eine Verdichtung um jeden Preis wäre für München der falsche Weg! Wir kommen in München an die Grenzen des städtebaulichen Wachstums.

München darf nicht einfach nur eine weitere der vielen gesichtslosen Metropolen werden. Und: München ist nicht Frankfurt und erst recht nicht Berlin – und will es auch nicht sein. Helmut Dietl, einer der besten Kenner unseres Münchner Lebensgefühls, hat einmal gesagt: „Ich bin diese aggressive Gemütlichkeit gewohnt, hier ist alles auf eine wohltuende Weise fad. Alle fahren nach Berlin, weil die denken, da ist mehr los. Ich bin oft in Berlin, ich mag es, aber ich bin auch froh, wenn ich wieder zurückkomme.“ München gehört – wie etwa Dresden oder Florenz – zu den ganz wenigen Städten mit einer besonderen und einzigartigen Stadtsilhouette. München ist schön. Das ist ein Wert der Stadt und prägt das besondere Münchner Lebensgefühl entscheidend mit. Ein München ohne „städtebauliche Verschnaufpausen“ ist nicht vorstellbar. Dabei geht es um Facetten baulicher Art wie Freiräume, Grünflächen und noch überschaubare Höhenentwicklungen, aber auch um optisch-sinnliche, wie ansprechende und anspruchsvolle Architektur und Räume für Kunst.

Ein Städtebau mit Herz – wie er die natürliche Konsequenz aus dem selbstgesetzten Anspruch Münchens der „Weltstadt mit Herz“ sein muss – er darf keiner städtebaulichen Massenproduktion geopfert werden. Wir müssen uns anstrengen, aber wir dürfen dabei nicht überschnappen!

Bei kaum einem anderen Thema kämpfe ich gegen so viel Widerstand. Das Thema ist politisch hochkontrovers.

Deshalb hilft eine klare Positionierung der Bürger auf jeden Fall für weitere effektive Weichenstellungen bei dem Thema. Gerade hier bin ich aber auch für kritische Feedbacks dankbar.

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Ihr
Michael Kuffer

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München braucht in städtebaulicher Hinsicht keinen Zuwachs an Urbanität, keine „Skyline“ (anstatt seiner liebenswerten Stadtsilhouette) und auch per se keine weiteren städtebaulichen Hochpunkte.

Der Anteil von Freizeit- und Grünflächen (Erholungsflächen, Waldflächen, Wasserflächen) an der Gesamtfläche sowohl des Stadtbezirks, als auch der jeweiligen Stadtteile ist ein wichtiger Faktor für die Lebensqualität. Ihm ist in der Städteplanung besonderes Augenmerk zu schenken.

Städtebauliche Gesamtkonzeption statt Flickschusterei

Hochhausbebauung nur in Ausnahmefällen

Gesunde Bebauungsformen

Alter - Ich bin ...

Ich wohne …

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